Kieferhöhlenentzündung

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Meist ist eine verschleppte Erkältung, ein grippaler Infekt, schuld an der Entstehung einer Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis). Man sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn dieser Erkrankung liegt meist eine Ausbreitung von Bakterien in die Kieferhöhle zugrunde. Die Keime besiedeln die Schleimhäute, was zu Druckschmerz im Wangenbereich und Kopfweh beim Patienten führt. Mit einer unbehandelten Kieferhöhlenentzündung ist nicht zu spaßen, vor allem, wenn sie chronisch wird.  Sie kann schleichend voranschreiten und weitreichende Erkrankungen nach sich ziehen. Sollten akute Symptome im Bereich der Nasennebenhöhlen oder Kieferhöhlen auftreten, ist der Gang zum HNO oder Zahnarzt zwecks Abklärung der Beschwerden unerlässlich. Manchmal ist ein operativer Eingriff vom Zahnarzt notwendig, um das betroffene Gebiet zu sanieren und wieder vitale Voraussetzungen zu schaffen.

Was ist eine Kieferhöhlenentzündung?

Bei der Kieferhöhlenentzündung handelt es sich um eine Schleimhautentzündung in den Kieferhöhlen. Die Kieferhöhlen liegen im Oberkiefer und sind mit den sensiblen Nasennebenhöhlen verbunden. Wenn sich eine Erkältung auf die Nasennebenhöhlen schlägt, ist Vorsicht geboten. Von dort aus hat die Entzündung freie Bahn zu den Kieferhöhlen.

Infekt oder entzündeter Zahn- wer ist schuld?

Wenn eine sinusitis maxillaris diagnostiziert wird, ist meist eine Infektion vorausgegangen. Diese hat sich dann auf den Oberkiefer verlagert. In manchen Fällen ist aber auch ein entzündeter Zahn der Übeltäter. Außer einer bakteriellen oder viralen Infektion kommt auch eine Wurzelentzündung als Ursache infrage. Von daher ist es umso wichtiger, regelmäßig die Kontrolltermine beim Zahnarzt für eine solide Prävention und Beurteilung des Mund- und Kiefer-Status wahrzunehmen. Entzündungen an den Wurzelspitzen können sich ihren Weg in die Kieferhöhle bahnen und dort zu Schmerzen führen.

Zähne Ursache für eine Kieferhöhlenentzündung?

Entzündete Zähne, die nicht behandelt werden, können einen chronischen Verlauf triggern. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Über den Blutfluss werden die Bakterien im gesamten Körper verteilt. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, Karies und Entzündungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine akute Kieferhöhlenentzündung muss unbedingt behandelt werden und gründlich ausheilen. Manchmal ist eine Wurzelentzündung so weit fortgeschritten, dass sich die Kieferhöhle entzündet. Eine Operation beim Zahnarzt kann nötig werden, um den Herd zu beseitigen. Medikamente helfen zusätzlich beim Abschwellen und gegen die Schmerzen.

Was sind die Ursachen einer Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis)?

Eine Sinusitis kann aus einem Schnupfen entstehen, wenn dieser nicht abklingt. Falls gelbes Sekret aus der Nase kommt, sollte auf jeden Fall medizinischer Rat in Anspruch genommen werden. Manchmal entwickelt sich aus einer Nasennebenhöhlenentzündung eine Kieferhöhlenentzündung. Dann besteht zügiger Handlungsbedarf durch den Zahnarzt. In einigen Fällen liegt auch eine Allergie zugunde. Dann kommt kein eitriges Sekret aus der Nase, es liegt aber trotzdem eine sinusitis maxillaris vor. Heuschnupfen kann zum Beispiel die Entzündung auslösen.

Chronische Kieferhöhlenentzündungen sind oft anatomisch begründet.

Ursachen dafür können sein:

  • Verformung der Nasenscheidewand
  • Polypen in der Nase
  • Zysten im Kiefer

Wie sehen die Symptome einer Kieferhöhlenentzündung aus?

Kennzeichen einer Kieferhöhlenentzündung sind zum Beispiel Beschwerden im Gesichtsbereich wie unangenehme Druckgefühle oder auch Kopfschmerzen. Eine Entzündung der Kieferhöhle tritt einseitig oder beidseitig auf. Häufig kann der Patient nur erschwert durch die Nase atmen. Auch der Geruchssinn ist oft beeinträchtigt.

Weitere Symptome sind:

  • eitriges Sekret aus der Nase
  • dumpfer Druckschmerz im Bereich der Kieferhöhle
  • Schmerzen im Oberkiefer
  • Schwellungen unterhalb des Auges
  • geschwollene Wange
  • Mundgeruch
  • Karies im Oberkiefer

Wie äußert sich Eiter im Kiefer?

Eine Eiteransammlung im Kiefer geht mit einer Geweberötung und einer heißen, eventuell geschwollenen Wange einher. Dazu gesellen sich heftige Schmerzen, die oft als pochend wahrgenommen werden.

Was passiert, wenn eine Kieferhöhlenentzündung nicht behandelt wird?

Die Entzündung schreitet weiter voran, kann sich chronisch entwickeln und gravierende Formen annehmen. Es besteht die Gefahr, dass die den Sehnerv schädigt und sich auf das Gehirn ausweitet. Eine fortgeschrittene Kieferhöhlenentzündung erfordert deshalb oft einen operativen Eingriff beim Zahnarzt, um gesundheitliche Folgen sicher abzuwenden.

Kieferhöhlenentzündung: Was tun gegen die Schmerzen?

Abschwellende Medikamente können die Schmerzen schnell reduzieren. Entzündungshemmende Nasensprays oder Nasentropfen helfen ebenfalls. Wenn sich innerhalb 14 Tagen keine Besserung der sinusitis maxillaris einstellt, ist eine kleine Operation in der Zahnarztpraxis erforderlich. Bei diesem medizinischen Eingriff handelt es sich um eine Punktion der Kieferhöhlen, die bewirkt, dass das Sekret abfließt. Infolge dessen klingt die Entzündung ab. Der Patient kann dank der außerdem verabreichten abschwellenden Inhaltsstoffe wieder richtig durchatmen, und das betroffene Gebiet erholt sich.

Wann sollte unbedingt der Zahnarzt aufgesucht werden?

Wenn die Schmerzen im Oberkiefer an Stärke zunehmen oder ein massives Druckgefühl beim Bücken auftritt, sollte der Patient umgehend seinen Zahnarzt aufsuchen. Kommt Fieber hinaus, ist Eile geboten.  Auch gravierende Kopfschmerzen haben nichts mit einer harmlosen Erkältung gemein.

Woran erkennt der Zahnarzt eine Kieferhöhlenentzündung?

Der Zahnarzt stellt sie anhand von bildgebenden Verfahren fest. Wenn er die CT-Aufnahmen analysiert, kann er den Status der Kieferhöhle konkret einschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. In den überwiegenden Fällen zeigen sich die Symptome für eine Sinusitis nur einseitig.  Wenn eine bakterielle Entzündung der Auslöser ist, verschreibt der Zahnarzt in der Regel Antibiotika. Eine akute Sinusitis wird zirka sieben Tage mit Antibiotika behandelt, bei einem chronischen Verlauf kann die Therapie bis zu sechs Wochen betragen.

Lässt sich einer Kieferhöhlenentzündung vorbeugen?

Wer einen Schnupfen hat, sollte beim Naseputzen nicht zu viel Druck ausüben, da sonst Keime in die Kieferhöhle geschleudert werden können. Dann wird aus einem grippalen Effekt schnell ein gravierendes Problem.

Raucher neigen eher zu einer Nasennebenhöhlenentzündung oder einer Kieferhöhlentzündung, da das Nikotin die Schleimhäute irritiert. Demzufolge erreichen Viren und Bakterien leichter die Kieferhöhle. Die Schleimhäute sollten feucht gehalten werden, trockene Heizungsluft ist kontraproduktiv. In stickigen Räumen können Luftbefeuchter Abhilfe schaffen. Genügend Bewegung an der frischen Luft ist außerdem eine gute Vorsorge. Auch der Besuch von Salinen oder nicht zu stark dosierte Kräuterdampfbäder unterstützen die Funktionen der Schleimhäute. Darüber hinaus ist die ausreichende tägliche Trinkmenge ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Vorsorge von Entzündungen der Kieferhöhlen.

Die beste Strategie ist eine sorgfältige Prävention beim Zahnarzt. Kontinuierliche Kontrolltermine, individuelle Prophylaxen und eine gründliche Mundhygiene schaffen optimale Bedingungen im Mundraum. Darüber hinaus trägt eine gesunde Ernährungsweise mit zuckerarmen Produkten zu einem entzündungsfreien Organismus bei. Die tägliche Nahrungsaufnahme sollte pflanzenbetont sein und aus reichlich Antioxidantien sowie Ballaststoffen bestehen. Wer sich so ernährt, baut einen guten Schutz vor freien Radikalen auf und stärkt sein Immunsystem.