Das hilft bei nächtlichen Zahnschmerzen

Zahnschmerzen in der Nacht

Das hilft bei nächtlichen Zahnschmerzen

Jeder kennt das: Auf einmal tut ein Zahn weh. Das Fatale an Zahnschmerzen ist, dass sie meist plötzlich, stark und zu den ungünstigsten Zeitpunkten auftreten. Nachts ist das besonders problematisch, die Beschwerden rauben den letzten Nerv und machen die Nachtruhe unmöglich. Zahnarztpraxen und Apotheken haben um diese Uhrzeit geschlossen, und es besteht keine Möglichkeit einer zahnmedizinischen Versorgung. Eine schnelle Hilfe tut jedoch Not, um die Stunden bis zum Zahnarztbesuch zu überbrücken. Zum Glück gibt es einige Tipps, die die nächtlichen Zahnschmerzen bis zum Termin erträglich machen. Gerne berät Sie das Team von 360°zahn – Zahnarzt Düsseldorf umfassend zum Thema Zahnschmerzen in der Nacht und nennt verträgliche Entzündungshemmer, die die Schmerzen bis zur zahnärztlichen Behandlung lindern.

In extremen Akutfällen ist es allerdings ratsam, den zahnärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren für eine Grundversorgung und die Behebung der heftigen Schmerzen. Die Anschlusstherapie oder erforderlichen Eingriffe werden dann in der Regel am Folgetag vom behandelnden Zahnarzt durchgeführt.

Welche möglichen Ursachen können Zahnschmerzen haben?

Der Mund ist ein sehr sensibles Organ. In dieser Region ist der Körper besonders schmerzempfindlich. Der Kontakt mir kalten Speisen löst dann schon unangenehme Irritationen aus, aus denen sich größere Beschwerden entwickeln können. Hinter Zahnschmerzen stecken meist KariesEntzündungen am Zahn oder Zahnnerv. Auch freiliegende Zahnhälse sind öfter die Ursache für Schmerzen. Die schmerzenden Zahnhälse gehen häufig mit Zahnfleischschwund einher. Eine Kontrolltermin beim Zahnarzt ist deshalb wichtig, um eine eventuelle Parodontitis aufzudecken und rechtzeitig zu behandeln, um einen Zahnverlust zu vermeiden. So wird ein gesundes Milieu im Mundraum wieder hergestellt und der Zahnhalteapparat stabilisiert.

Bei fortgeschrittener Karies ist häufig bereits die Wurzel in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch das Zahnfleisch kann von einem Befall mit Bakterien betroffen sein und mit einer Entzündung auf die Erreger reagieren. Eine verschleppte Erkältung mit Verlagerung auf die Nasennebenhöhlen kommt als Trigger für die Schmerzen ebenfalls in Betracht. Darüber hinaus führt Zähnepressen manchmal zu akuten Beschwerden, die besonders in der Nacht auftreten. Die verhärtete Kaumuskulatur macht sich schmerzhaft bemerkbar. Ebenso kann eine CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) als Ursache infrage kommen und für unmittelbare Schmerzen verantwortlich sein. Oder ein Abszess ist der Übeltäter.

Manchmal ist aber auch eine mechanische Einwirkung Schuld- ein abgebrochener Zahn kann starke Schmerzimpulse auslösen. Oder eine Zahnfüllung ist herausgefallen.

Zahnschmerzen sind immer ein ernstzunehmendes Symptom, das einer zahnmedizinischen Behandlung bedarf. Der Termin sollte zeitnah vereinbart werden, um Folgeschäden zu vermeiden und aus dem akuten Problem kein chronisches oder gravierenderes zu machen.

Kinder – Welche Hausmittel helfen ihnen bei Zahnschmerzen?

Starke Schmerzmittel sind bei Kindern meist nicht notwendig- sie belasten auch zu sehr. Zahnschmerzen treten bei den Kids häufig in Zusammenhang mit einem Zahndurchbruch auf. Für kleine Patienten eignen sich besonders die folgenden Hausmittel zur Schmerzstillung:

  • Rosmarin ist ein praktisches Hausmittel. Er wird einfach gekaut.
  • Frisch aufgebrühter, abgekühlter Kamillentee. Das ätherische Ölund die Flavonoide lindern die Schmerzen.
  • Nelkensind gut verträglich. Gewürznelken werden vom Kind wie ein Kaubonbon gegessen. Dabei ist es wichtig, dass die Inhaltsstoffe der Gewürznelke besonders in die erkrankte Region gelangen.
  • Salbeiblätter, die direkt auf den schmerzenden Zahngelegt werden.
  • Kalte
  • Mundspülungenmit Salz.
  • Ein warmesFußbad kann die Zahnschmerzen
  • Einen kleinen Eiswürfel lutschen lassen.
  • Entspannung & Ablenkung. Stress verstärkt häufig die Schmerzen.

Für Babys und Kleinkinder eignen sich auch gekühlte Beißringe. Darüber hinaus gibt es spezielle Zahnungsgele. Ein kleines Stück Gurke oder Apfel kann außerdem beim Zahnen unterstützen und etwas von den Zahnschmerzen wegnehmen.

Wenn die Zahnschmerzen durch Karies ausgelöst werden, empfiehlt es sich, die Stelle mit fluoridhalter Zahncreme gründlich zu reinigen. Auch Essensreste können in dem Zahnloch feststecken und gehören entfernt.

 

15 beliebte Hausmittel gegen Zahnschmerzen: Was hilft wirklich?

Bei entzündlichen Schmerzen ist Eis das Hilfsmittel Nummer Eins. Das Auflegen von Eispacks hat einen kühlenden Effekt und unterbindet den Schmerzreiz. Durch die Kühlung werden auch Schwellungen und ein eventuelles Pochen abgeschwächt.

Achtung: Den Eisbeutel nicht direkt auf den schmerzenden Zahn oder die Haut aufbringen, sondern den Eisbeutel in ein sauberes Handtuch kleiden.

Weitere bewährte Hausmittel als Alternative zu Schmerzmitteln sind:

  • Mundspülungenmit antibakteriellem, entzündungshemmendem
  • Salbeitee hat starkeantientzündliche Eigenschaften.
  • Pfefferminztee: Das enthaltene Menthol ist antibakteriell.
  • Knoblauch kauen oder direkt auf die betroffene Stelle drücken. Knoblauch ist ein potentes Antioxidans.
  • NelkenGewürznelken enthalten Eugenol, was leicht betäubend wirkt.
  • Baldrian und Johanniskraut beruhigen.
  • Teebaumöl ist antientzündlich. Zur Reduktion von Zahnschmerzen undEntzündungen am Zahnfleisch mit verdünntem Teebaumöl (auf 250 ml Wasser bis zu fünf Tropfen) spülen.
  • Zwiebelsaft besänftigt gereiztes Zahnfleisch. Das ätherische Öl in der Zwiebel lindert auch Zahnschmerzen. Dazu wird einkalter Umschlag mit einer kleingeschnittenen Zwiebel außen auf die Wange gelegt.
  • Spülen mit Salz. Eine Lösung mit diesem Mineral hat einen antientzündlichen Effekt. Wichtig ist dabei, dass das Salzwasser herunterkühlt, bevor es in den Mund Wärme schiebt Entzündungen an.
  • Wacholderbeeren lutschen. Sie gehören zu den pflanzlichen Antibiotika.
  • Aloe Vera: Das gelartige Produkt der Pflanze ist antibakteriell und kann Schmerzen lindern.
  • Die Behandlung zuhause mit Thymianöl. Das Thymol im Thymian ist antiseptisch und bekämpft Bakterien. Ein Wattepad mit einigen Tropfen Thymianöl benetzen und auf der schmerzenden Stelle im Mund
  • Entzündungshemmender Grüntee. Hauptbestandteil ist das hochwirksame Catechin EGCG!
  • Verdünnte Propolis- und Myrrhentinktur. Diese gesundheitsfördernde Substanz wird von Bienen produziert.
  • Ölziehen: spezifische Ölesind aktiv gegen Keime, antientzündlich und schmerzlindernd. Dazu gehören Niaouliöl und Lorbeeröl. Das Öl muss zwei bis drei Minuten zwischen den Zähnen hindurchgezogen werden und im Mund verbleiben, bis es ausgespuckt wird.

Tipp bei einer defekten Zahnfüllung:

  • Zuckerfreier Kaugummi hilft, wenn eine Füllung herausgefallen ist. Mit dem weichgekauten Kaugummi wird das Loch bis zum Termin provisorisch verschlossen.

 

Welche Schmerzmittel bei starken Zahnschmerzen?

Zu den frei verkäuflichen Schmerzmitteln zählen Paracetamol und Ibuprofen. Beide Medikamente sind Entzündungsblocker, die eine schnelle Wirkung bei Schmerzen versprechen. Es gibt auch Schmerzmittel, die besonders auf den Mundraum und die Zähne abzielen. Am besten, der Patient erkundigt sich hier genau beim Apotheker. Die Ursache wird durch Medikamente natürlich nicht beseitigt, nur das Symptom. Von daher ist es unerlässlich, dass der Patient in seiner Zahnarztpraxis alsbald vorstellig wird, um dem Auslöser auf den Grund zu gehen und diesen zu beseitigen.

Zahnschmerzen: Wann den Zahnarzt aufsuchen?

Wenn die Zahnschmerzen unaushaltbar sind, hat der Gang zum Zahnarzt höchste Priorität. Auch wenn nach einer Behandlung mit Hausmitteln die Beschwerden weniger geworden sind, sollte sich der Zahnarzt den betroffenen Zahn genau anschauen. Nur so kann schnell und nachhaltig zahnmedizinisch interveniert und das Entstehen komplexerer Problematiken abgewendet werden. Falls außerhalb der Sprechzeiten die Zahnschmerzen massivere Formen annehmen, ist der zahnärztliche Notdienst zuständig. Er trifft die ersten Maßnahmen, die über die Wartezeit bis zum Zahnarzttermin hinweghelfen. Das gilt auch dann, wenn die Zahnschmerzen in der Nacht extrem zutage treten.

Wie vermeidet man Zahnschmerzen?

Hier sind die gründliche Mundhygiene und die Wahrnehmung der Kontrolltermine beim Zahnarzt das A und O. Die professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Prophylaxe sorgt außerdem für einen guten Mund- und Zahn-Status. Beläge, Verfärbungen, Zahnstein und Bakterien werden konsequent entfernt und die Zähne resistent gegen Erreger gemacht. Wer regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt geht und sich zuckerarm wie vitaminreich ernährt, schafft die Basis für gesunde Zähne und ein attraktives Lächeln. Auf diese Weise sind die Patienten auch gegen nächtliche Schmerzattacken gut gewappnet und können ruhig schlafen. Sollten dennoch einmal akute Zahnschmerzen auftreten, befreit die sofortige Terminvereinbarung in der Zahnarztpraxis von dem Risiko einer ernstlichen Zahnerkrankung. Wer sich rechtzeitig behandeln lässt, tut viel für seine Vitalität und schöne Zähne.

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